Energie-Unabhängigkeitstag 2026

Marcel Tobler,

Die einheimischen Ressourcen reichen nur bis zum 27. April, um den Energiebedarf der Schweiz zu decken. Danach ist die Schweiz bis zum Jahresende auf importierte Energieträger wie Öl, Gas und Uran angewiesen, wie die Schweizerische Energie-Stiftung SES berechnet hat. Mit dem Ausbau der Erneuerbaren in der Schweiz und in Europa lässt sich die Unabhängigkeit der Schweiz vor Energieträgern aus autoritären Staaten stärken.

Zusammenfassung

Am Montag, 27. April 2026, ist der diesjährige Energie-Unabhängigkeitstag der Schweiz. Wird der Energieverbrauch der Schweiz als Kalenderjahr dargestellt, versorgen wir uns nur bis zu diesem 27. April mit im Inland produzierter Energie. Danach sind wir für den Rest des Jahres auf Energieimporte aus dem Ausland angewiesen.

Zwar schiebt sich der Energie-Unabhängigkeitstag in der Tendenz jedes Jahr ein wenig nach hinten. Doch die Schweiz ist im europäischen Vergleich immer noch überdurchschnittlich stark von Energieimporten abhängig. Diese werden zwar mehrheitlich aus EU-Mitgliedsländer in die Schweiz importiert. Indirekt haben die fossilen und nuklearen Energieträger ihren Ursprung aber zu einem grossen Teil in den Ländern des Nahen Ostens, Vorderasiens und der ehemaligen Sowjetunion; daneben den USA, Norwegen und dem Vereinigten Königreich.

Dank der Energiewende lässt sich die Energieunabhängigkeit stärken, indem durch Einsparungen der Energieverbrauch gesenkt, mit dem Ausbau der Strom- und Wärmeproduktion die inländische Energiegewinnung gesteigert und mit dem Fossil- und Atomausstieg die Importe vermindert werden. Die EU wird gleichwohl eine wichtige Handelspartnerin für Energieaustausche bleiben – in Zukunft einfach mit erneuerbarem Strom, der lokal in den EU-Mitgliedstaaten produziert wird.

Fachbereich Klima & erneuerbare Energien

Léonore Hälg

Leiterin Fachbereich erneuerbare Energien
+41 44 275 21 24
leonore.haelg@energiestiftung.ch



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