In der Kurzstudie «Strommix 2020» hat die Schweizerische Energie-Stiftung SES die Stromproduktion der vier grössten Schweizer Energieversorger Axpo, Alpiq, BKW und Repower untersucht.
Untersucht werden Treibhausgasemissionen (gemessen in CO2-Äquivalenten), Umweltbelastung (gemessen in Umweltbelastungspunkten) sowie die Menge an radioaktivem Abfall aller Kraftwerke im In- und Ausland.
Fossilanteil leicht zurückgegangen
Insgesamt fallen gut 60 Prozent der Stromproduktion in fossilen oder nuklearen Kraftwerken an, der Rest in erneuerbaren Kraftwerken. Der Anteil klimaschädlicher Stromproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Grund dafür ist eine fast nicht mehr existente Kohlestromproduktion bei den fossil-thermischen Kraftwerken, hinzu kommt eine leicht reduzierte Erdgasstromproduktion.
Die Stromproduktion durch neue erneuerbare Energien (Sonne, Wind und Biomasse) nahm bei allen vier EVU leicht zu, jedoch auf sehr tiefem Niveau. Der Anteil erhöhte sich von 5.2% auf 6%. Im Vergleich zum durchschnittlichen Schweizer Produktionsmix weisen die vier grössten Schweizer Stromversorger einen überdurchschnittlichen Anteil an fossilen und nuklearen Kraftwerken mit entsprechend höherer Klima- und Umweltbelastung auf.
Klimabilanz der Photovoltaik immer besser
Neue Ökobilanz-Zahlen zu Photovoltaik zeigen, dass sich die Klimabilanz dieser Stromerzeugungsart weiter verbessert hat, die Treibhausgasbelastung über den ganzen Lebenszyklus hat sich gegenüber den bisherigen Zahlen halbiert.