Stellungnahme zur sicherheitspolitischen Strategie der Schweiz 2026
Marcel Tobler,
AKW: Risiken und Abhängigkeiten stehen im klaren Widerspruch zur Strategie
Kernenergie ist keine stabilisierende, sondern eine hochriskante kritische Infrastruktur: Sie ist anfällig für Sabotage, Terrorismus, Cyberangriffe und militärische Einwirkungen und birgt im Ereignisfall ein Schadenspotenzial von nationaler Tragweite über Generationen hinweg.
Gleichzeitig schafft sie strategisch problematische Abhängigkeiten von internationalen Brennstofflieferketten und geopolitisch heiklen Akteuren. Ein weiterer Ausbau – insbesondere die Aufhebung des Neubauverbots – würde diese Verwundbarkeiten auf Jahrzehnte hinaus zementieren und steht im klaren Widerspruch zum Ziel, sicherheitspolitische Risiken und Abhängigkeiten systematisch zu reduzieren.
Anträge
Die SES benennt in ihrer Stellungnahme die Schwachstellen im vorliegenden Strategie-Entwurf des Bundesrats und stellt entsprechende Verbesserungsanträge.
Stephanie-Christine Eger
Leiterin Fachbereich Atomenergie
+41 44 275 21 20
stephanie.eger@energiestiftung.ch